Wenn man den Podcastern und YouTubern folgt, wird man Zeuge einer Hexenjagd: "Star Trek: Starfleet Academy" wird hingerichtet. Die Qualität der Beiträge ist unterschiedlich: von kritisch-methodisch bis zu purem Nachplappern und offenkundigem Clickbaiting ist alles dabei. Einig ist sich man allerdings in einem Punkt: Das ist nicht Star Trek!
Doch was ist Star Trek? Der nachfolgende Text wird diese Frage beantworten. "Starfleet Academy" ist es jedenfalls nicht. Dieses Urteil ist notwendig, denn die Plotidee der fünften Academy-Episode „Series Acclimation Mil" war ausgezeichnet, wurde aber grauenvoll umgesetzt. Man konnte der Selbstzerstörung des Franchise nur noch hilflos zuschauen.
Es gibt für alles eine Lösung!
Die Kritiker reagieren überwältigend positiv, die Fans sind entsetzt. So in etwa kann man die Resonanz der letzten Wochen zusammenfassen. Aus der Wikipedia wurden allerdings die %-Zahlen der Kritiker gestrichen. Vermutlich aus Sorge, dass die vernichtende Reaktion der Fans nichts anderes ist als ein unverschämtes Review-Bombing.
„Series Acclimation Mil" zeigte erneut, worum es geht: um die Zielgruppe. Und dies ist die Generation Tik Tok und Instagram. Geschrieben wurde die 5. Episode von zwei Autorinnen, die älter als 40 Jahre sind und wohl geglaubt haben, zu wissen, was die Zielgruppe will: infantile Geschichten und Dauerbespaßung, wobei die gering bemessene Aufmerksamkeitsspanne nicht herausgefordert werden darf.
In der Episode will die photonische Lebensform SAM (Kerrice Brooks) herausfinden, was aus dem legendären Benjamin Sisko, dem Kommandanten der Raumstation Deep Space 9, geworden ist. Eine tolle Plot-Idee, die SAM im Off sehr witzig erklärt. Nach zehn Minuten folgt der zwanghafte Absturz. Man spürt regelrecht, wie die Writer Kirsten Beyer und Tawny Newsome (Newsome ist in einer Nebenrolle zu sehen. In "Lower Decks" gibt sie "Mariner" eine Stimme) gezielt auf Albernheit setzen. Caleb (Sandro Rosta) modifiziert SAM's Software nämlich ein wenig und das Hologramm kann endlich erfahren, was Menschsein bedeutet: Sie torkelt sturzbesoffen durch die Episode, hat jede Menge Spaß und - augenroll! - man ahnt, was Brannon Braga und Michael Piller aus der Geschichte gemacht hätten. Doch Fehlanzeige! Es geht darum, alles auf die vermuteten Bedürfnisse von pubertierenden Jugendlichen runterzudimmen. Man spürt geradezu quälend, wie alles aus dem Script gestrichen wurde, was nicht "hip" und "cool" ist.
Irrer Höhepunkt der Episode ist ein gemeinsames Essen des Holodocs mit Captain Ake (Holly Hunter), Jett Reno (Tig Nataro) und Chancellor Kelrec (Raoul Bhaneja). Man kommuniziert mit Megafonen und versucht im "Suppenspiel" die Suppe zu löffeln. Geht nicht: die Löffel haben ein riesiges Loch. So what, it's Star Trek. Nein, ist es nicht.
Es gibt aber für alles eine Lösung. Einfach nicht mehr Zeuge des Niedergangs sein. Und ganz einfach zum x-ten Mal TOS und "The Next Generation" sehen. Das ist Star Trek pur und einen Guide gibt es auch - falls man etwas Nachhilfe benötigt.
Im Mittelpunkt dieses Textes steht eine statistische Auswertung von Reviews über "Star Trek: The Next Generation", die ab 2014 vom "Deutschen Star Trek-Index" veröffentlicht wurden (Autor: Yann-Patrick Schlame). Schlames "Noten" habe ich in Grafiken dargestellt, die zeigen, wann und warum TNG durch die Decke schoß. Natürlich teile ich nicht jede Bewertung...:-)
Schlames sehr ausführlichen Rezensionen lagen nur selten daneben. Auch Querbindungen zwischen den Episoden und Leitmotive der Serie arbeitete er ab 2014 kompetent auf. Die statistische Auswertung zeigt, wie sich TNG qualitativ entwickelte und wie variabel die Scripts bei der Produktion eingesetzt wurden. Eine einfach programmierte Seite, aber inhaltlich mehr als empfehlenswert. Leider wurde die Arbeit an DSC nach zwei Episoden eingestellt.
"I'm Proud My Name is On That Show" (Michael Piller)
Doch was ist Star Trek? Und was ist der Kanon, also jenes Regelwerk, auf sich die Trekkies berufen? Wenn man über die aktuelle Serie meckert, verlässt man sich gerne auf das eigene Bauchgefühl. Zitate aus dem von Paramount abgesegneten Buch The Star Trek Encyclopedia: A Reference Guide to the Future von Michael und Denise Okuda fehlen leider. Beide gehörten zum Produktionsteam einiger Star Trek-Serien (auch TNG) und aktualisieren den von Paramount akzeptierte Kanon immer wieder aufs Neue.
Wer nicht im Kanon recherchieren möchte, kann sich von Michael Piller erklären lassen, was Star Trek ist. Der zu früh verstorbebe Autor wurde ab der dritten Staffel von TNG mit der Leitung des Autorenteams beauftragt und war maßgeblich am Erfolg der Serie beteiligt.
"Der Autor ist wie ein Captain auf einem Raumschiff ("facing the unknown"). Wenn man vor einem leeren Blatt Papier sitzt und nicht weiß, was man will, kann dies schrecklich sein. Aber auch das größte Abenteuer seines Lebens ("The adventure of a lifetime"). Und wenn man diese Art von Energie in seine Arbeit einbringt, kann man phantastische Geschichten schreiben. Ich bin sicher, dass wir großes TV schafen ("Entertaining television"). Ich bin stolz auf die Autoren, die ich in die Show gebracht habe, und die verstanden haben, dass es bei großartigen Geschichten um moralische und ethische Dilemmata geht. Und dass die Autoren, die über das Universum von Star Trek schreiben, im Wesentlichen das 'Menschsein an sich' erkunden ("Exploring the human condition")." (zitiert und übersetzt ist dies eine Passage aus einem Interview mit Michael Piller. Quelle: Bonusmaterial der Bluray "The Next Generation", Staffel 3).
"An sich" ist ein unterschiedlich interpretierter philosophischer Fachbegriff, und der bedeutet nicht, dass die Autoren an sich selbst etwas erkunden (was keineswegs schlecht wäre), sondern dass sie die Essenz einer Sache, ihr Wesen, finden sollen. Die Essenz ist mehr oder weniger das Gegenteil einer subjektiven Meinung oder eines Bauchgefühls. Es ist das Wesentliche, das Absolute und Unbestreitbare einer Sache. Im Star Trek-Kosmos bedeutet das: die Utopie einer besseren Zukunft, keine Dystopien. Moral, Ethik und die Gefahr, zu scheitern. Und gutes Entertainment bieten!
TNG war (wie auch einige Nachfolgeserien) tatsächlich dann am besten, wenn schwer zu beantwortende moralische und ethische Herausforderungen zu bewältigen waren. Das ist nicht nur Kanon, sondern auch die Essenz von Star Trek. Michael Piller hat dies auf den Punkt gebracht. Und man darf sich zu recht fragen, ob eine Serie, die nur "hip und cool" sein will, diese Essenz besitzt. Eher nicht.
Zahlen und Fakten
Yann-Patrick Schlames Notenspiegel funktioniert wie eine umgekehrte Abfolge von Schulnoten: 6 = sehr gut, 5 = gut, 4 = befriedigend, 3 = ausreichend, 2 = mangelhaft, 1 = ungenügend.
Die Essenz im Sinne Pillers erfüllten ansatzweise "Hide and Q" und "Heart of Glory". Die anderen Folgen waren unterhaltsam, aber nicht bahnbrechend. Mit einem mauen Staffelende büßte TNG dann leider viel Qualität ein.
Notenschnitt: 3,58.
Sehr gut war das erste Auftauchen der Borg in 2.16 "Q Who" (Zeitsprung mit Q). Gut war die legendäre Folge 2.9. "The Measure of a Man" (Wem gehört Data), aber auch 2.11. "Contagion" (Die Iconia Sonden), 2.19 "Manhunt" (Andere Sterne, andere Sitten), 2.20 "The Emissary" (Klingonenbegegnung) und 2.21 "Peak Performance" (Galavorstellung) konnten überzeugen.
Sehr gut: 3.13 "Déjà Q" (Noch einmal Q), 3.15 "Yesterday's Enterprise" (Die alte Enterprise) und 3.26 "The Best of Both Worlds Part I" (In den Händen der Borg Teil 1).
3.4 "Who watches the Watchers?" (Der Gott der Mintakaner) und 3.6. "Bobby Trap" (Die Energiefalle) verdienen zu recht eine 5. Ebenso 3.7 "The Enemy" (Auf schmalem Grat), 3.10 "The Defector" (Der Überläufer) und das sehr emotionale (natürlich nicht aus Datas Sicht) 3.16 "The Offspring" (Datas Nachkomme). 3.17 "Sins of the Father" (Die Sünden des Vaters), 3.19 "Captain's Holyday" (Picard macht Urlaub), 3.22 "The Most Toys" (Der Sammler) und 3.23 "Sarek" (Botschafter Sarek) sind starke Episoden, wobei ich "Sarek" eine 6 geben würde - allein schon wegen der starken Performance von Mark Lenard (als Sarek) und Patrick Stewart.
Inzwischen hatten die Macher den Cliffhanger entdeckt! Die Verwandlung Picards in einen Borg ließ die Fans entsetzt zurück. Allerdings nicht ein Jahr, sondern nur drei Monate. Dann ging es weiter.
Die Serie bestand wie auch zuvor aus Procedurals (abgeschlossenen Episoden), ohne die Charakterentwicklung der Figuren zu kappen. Streckenweise wurde sogar in Maßen horizontal erzählt. Auf diese Weise konnten die Macher sowohl Pillers Paradigma bedienen als auch witzige Episoden (Lwaxzana Troi, die Fenrengi, Q) platzieren - ein Konzept, das "Strange New Worlds" mal brillant, mal fürchterlich auf die Spitze trieb.
4.21 "The Drumhead" (Das Standgericht) ist eine typische Piller-Episode, denn um Moral ging es tatsächlich - und Picard durfte vielzitierte Einsichten aussprechen: „Wir können nicht einfach ein fundamentales Recht der Verfassung nehmen und es gegen einen Bürger wenden. [...] Aber der Weg von einem legitimen Verdacht zum blinden Verfolgungswahn ist kürzer als man denkt. Wenn die erste Rede zensiert, der erste Gedanke verboten, die erste Freiheit verweigert wird, dann sind wir alle unwiderruflich gefesselt.“
4.26 "Redemption" (Der Kampf um das Kligonische Reich Teil I) wurde von Ronald D. Mooere geschrieben, einem der wichtigsten Autoren in Pillers Writer's Room. Also erneut ein Cliffhanger und eine Doppelfolge.
3x eine Sechs, 8x eine Zwei - damit unterschritt die Staffel nur unwesentlich den Notenschnitt der vorherigen Staffel. Eine beeindruckende Konstanz, aber der Höhepunkt war noch nicht erreicht!
Ein staffelübergreifendes Highlight war und ist 5.25 "The Inner Light". Die Episode wurde mit dem Hugo Award ausgezeichnet und erzählt ein ganzes Leben in 20 Minuten. Picard verschlägt es auf einen fremden Planeten. Hilfe durch die Enterprise bleibt aus, der Captain verbringt den Rest seines Lebens in einer fremden Welt und gründet eine Familie. Am Ende der Episode erwacht er auf der Enterprise - auf dem Schiff sind nur 20 Minuten vergangen. "The Inner Light" wird bis heute als eine der besten Episoden des Franchise bewertet.
Das Staffelende wurde erneut durch eine Doppelfolge eingeleitet: 5. 26 "Time's Arrow" (Gefahr aus dem 19. Jahrhundert Teil 1) gehört zu den besseren Time Travel-Geschichten. Der zweite Teil wurde mit zwei Primetime Emmy Awards ausgezeichnet, war bei den Kritikern aber nicht unumstritten.
Nach der fünften Staffel hatte "The Next Generation" aber den Peak noch nicht erreicht. Auf die elf Episoden, die die Note "Gut" einheimsten, gehe ich nicht ein. Es würden den Rahmen sprengen. Erwähnt werden soll aber, dass Gene Roddenberry, der Schöpfer von Star Trek, am 24. Oktober 1991 starb - kurz vor der Erstausstrahlung von Episode 5.6. "The Game". Den Start von "Deep Space 9" bekam er nicht mehr mit.
Notenschnitt: 4,73.
9x "Sehr gut" und 7x "Gut" - das ist außergewöhnlich, wenn 26 Episoden abgedreht werden müssen und neue Skripts nicht einmal in der letzten Woche vor dem Drehtermin fertig sind - zumindest gelegentlich.
Was war sehr gut und warum?
6.4. "Relics" (Besuch von der alten Enterprise) würde man heute als Fanservice bezeichnen, denn mit Montgomery Scott (James Doohan) tauchte zum vierten Mal eine Figur aus TOS in TNG auf. Eine charmante Episode.
6.7 "Rascals" (Erwachsene Kinder) passt eher zum schrägen Humor von "Strange New Worlds". Während die Crew in "Subspace Rhapsody" singt, verwandeln sich Picard, Guinan (Whoopy Goldberg) und zwei Crewmitglieder äußerlich in 12-jährige Kinder. Geistig bleiben sie Erwachsene, was aber niemand so recht glauben kann. Eine schräge und originelle Episode mit viel Humor, aber ohne Albernheiten.
6.10 (Note "Gut") und 6.11 "Chain of Comand Part I und II" (Geheime Mission auf Celtris III, Teil I und II) sind eine Doppelepisode, in der Picard von einem neuen Captain abgelöst wird. Was die Crew nicht weiß: Picard, Worf und Crusher haben einen Geheimauftrag zu erledigen. Für alle anderen ist der neue Captain empathielos, aggressiv und jederzeit bereit, Konflikte durch kriegerische Mittel zu lösen. Mit David Warner war ein Hollywood-Star am Set, Ronnie Cox gehörte zu Hollywoods zweiter Riege.
Eine der besten TNG-Folgen war 6.12 "Ship in a Bottle (Das Schiff in der Flasche), eine Fortsetzung von "Sherlock Data Holmes". Conan Doyles Superschurke Prof. Moriarty ist in TNG eine sympathische Holodeck-Figur, die unbedingt ein Teil der Realität werden will. Eine intelligente Dramödie, die bei mir in den Top Ten von TNG geführt wird.
6.14 "Face of the Enemy" (Das Gesicht des Feindes) ist eine m.E. zu gut bewertete One Woman-Show von Deanna Troi (Marina Sirtis), die als Undercover-Agentin eine romulanische Widerstandbewegung unterstützen soll.
6.15 "Tapestry" (Willkommen im Leben nach dem Tode) ist wohl die beste Q-Episode. Picard, der mit einigen Fehlern in seiner Vergangenheit hadert, bekommt von Q die Chance, alles besser zu machen. Das Ergebnis: Alles wird in der neuen Zeitlinie schlechter und Picard räumt ein, dass er Q etwas schuldet.
6.20 "The Chase" (Das fehlende Fragment) setzt sich mit Frage auseinander, wie im Universum das Leben entstand und warum die meisten Aliens menschenähnlich aussehen.
In 6.26. "Descent Part I" (Angriff der Borg, Teil I) entdeckt Data seine dunkle, emotionale Seite, als er von seinem "Bruder" Lore manipuliert wird und später einen Emotionschip erhält. Data befindet sich auf der dunklen Seite der Macht, wendet sich dann aber gegen Lore und tötet ihn. Kenntnisse früherer Borg-Episoden sind erforderlich (z.B. "Ich bin Hugh").
Was machen eigentlich die 1000 Crew-Mitglieder, die auf der Enterprise arbeiten und leben, die man aber nie sieht? 7.15 "Lower Decks" (Beförderungen) ist eine interessante Antwort und dazu auch ein innovativer Plot. 1994 konnte man nicht ahnen, dass 26 Jahre später mit "Star Trek: Lower Decks" eine gleichnamige Animationsserie zu sehen sein würde, die im Star Trek-Universum spielt und auch in "Strange New Worlds" ihre Spuren hinterließ. Ein starke Episode.
Zu den drittrangigen und zu hoch bewerteten TNG-Episoden gehört m.E. auch 7.17 "Mask" (Der Komet), in der ein Komet sich als Sendbote einer uralten Spezies entpuppt und die Emterprise mit Artefakten überhäuft. Data musste insgesamt vier Rollen spielen. Brent Spiner wirkte dabei ein wenig überfordert. Dies deutete an, dass TNG immer häufiger zu schrägen Storys tendierte, um Wiederholungen zu vermeiden. Wiederholungen, die wie 7.13 "Homeward" (Die oberste Direktive) auch deshalb scheiterten, weil die Macher der eigenen Ethik nicht mehr trauten. "Sehr gut" für "Mask" ist gelinde gesagt eine freundliche Überbewertung. Ein Flop ist die Episode nicht.
Die Erstausstrahlung des Finales sahen 31 Mio. Zuschauer. Für 7.25 und 7.26 "All Good Things Part I und II" (Gestern, Heute, Morgen, Teil I und II) wurden einige Entwürfe entwickelt, die man aber verwarf (ein Konzept ließ Data sterben). Stattdessen entstand ein Plot, der in drei verschiedenen Zeitebenen spielt: 2364 (Picard tritt sein Kommando auf der Enterprise an), 2370 (Gegenwart) und 2395 (Picard ist in der Zukunft ein schwer erkrankter alter Mann, dem die Senilität aufgrund ein unheilbaren Krankheit droht). Picard erkennt die Gefahr einer Raumanomalie, die die Zeitlinie zerstört. Am Ende steckt Q hinter der Bedrohung. Q will eine Antwort auf die kritischen Fragen, die er Picard in 1.1 "Encounter at Farpoint" gestellt hat.
Was man 1994 nicht wissen konnte, war Picards Rückkehr im Jahr 2020. In "Star Trek: Picard" wurde das TNG-Finale nicht weitererzählt, aber natürlich gerieten Q und Picard auf freundschaftlicher Ebene wieder aneinander wie zwei alte Streithähne. Aber das ist ein anderes Thema.
"Star Trek: The Next Generation" gab meiner Meinung nach die beste Antwort. Aber darüber kann man sich streiten. DS9-Fans werden das tun. Auch Captain Janeway und die Voyager konnte einiges zu einem fiktiven Universum beisteuern, das wie kein anderes mit blendendem Entertainment für Spannung sorgte und gleichzeitig für viele philosophische, ethische und moralische Fragen denkenswerte Antworten fand.
Postscriptum
- Dass wir in einer "Strange New World" leben, zeigt folgende Geschichte. Ende Januar beklagte sich der ziemlich rechtskonservative Trump-Berater Stephen Miller darüber, dass "Starfleet Academy" zu woke sei. Zu viele Frauen, die was zu sagen haben. Darunter auch schwarze - igitt! Öffentlich forderte er William Shatner auf, zurückzukehren, um von Paramount+ die volle Kontrolle über Star Trek zu erhalten. Der mittlerweile 94-jährige "Captain Kirk" antwortete - und zwar listig: Link.
- Man muss fair bleiben. Mein Verriss der 5. Episode von "Starfleet Academy" war vielleicht ein bisschen zu zynisch. Als emotionale Kompensation für Academy-Fans zitiere ich golem.de. Ohne Kommentar...
"Star Trek: Starfleet Academy erweist sich also als eine Serie, die in die Zukunft blickt, die das Franchise nach vorne bringt, aber nicht vergessen hat, woher sie kommt. Diese Folge gehört schon jetzt zum Besten, was es von Star Trek je gegeben hat, weil sie es perfekt schafft, ein neues und ein altes Publikum zufriedenzustellen, ohne die Bedürfnisse des einen für die des anderen zu opfern. Ganz großes Star Trek" (Peter Osteried). Quelle.






