Mit „Wonder Man“ hat der Marvel-Chief Creative Officer Kevin Feige zusammen Destin Daniel Cretton (Creator) und Andrew Guest (Showrunner) eine Serie lanciert, die eine Mischung aus dezenter Comedy, Dramödie und Superhelden-Geschichte ist. Ironie und Selbstbespiegelung der Filmindustrie sind Teile eines Subtextes in der achtteiligen Miniserie, die sich frech die Freiheit nimmt, das Genre als „Superhelden-Opiat aus Hollywood“ auf die Schippe zu nehmen.
„Wonder Man“ ist kein By the Way-Produkt der MARVEL-Studios, sondern offizieller Teil der Phase 6 des Marvel Cinematic Universe (MCU). Nach einigen Flops und ordentlichen Comebacks in den letzten Filmen findet MARVEL mit einer Serie und einem überragenden Cast (mit Yahya Abdul-Mateen II und Ben Kingsley in den Hauptrollen) den Weg zurück zu einem intelligenten Storytelling. Nämlich einer Geschichte, die den Zuschauer nicht mit überdrehten Multiversen überrollt, sondern zeigt, dass Humor, Ironie und allzu menschliche Eigenschaften der Figuren davon erzählen können, dass Superhelden auch nur Menschen sind. Ein Volltreffer.