„Night Sky“ ist eine Geschichte ohne literarische Vorlage. Das ist ungewöhnlich. Noch ungewöhnlicher ist es, zwei betagte Senioren in den Mittelpunkt einer Genreserie zu stellen. Sissy Spacek (Oscar für „Coal Miner’s Daughter”, 1980) und J.K. Simmons (Oscar für „Whiplash”, 2015) sind allerdings derartige Schwergewichte in der Darstellerriege, dass man einiges erwarten durfte.
Trotzdem durfte man skeptisch sein. „Night Sky“ ist nicht nur Drama, sondern auch Science-Fiction ist und da erwarten jüngere Zuschauer physisch omnipräsente Darsteller wie Tom Cruise. Die sehen jung aus, sind aber tatsächlich schon ziemlich alt oder wollen es einfach nicht werden. Gefährliche Stunts gab es von Spacek und Simmons daher nicht zu sehen, dafür war die Hauptdarstellerin mit dem Rollstuhl unterwegs. Aber am Ende wird sie einen unwirtlichen Planeten betreten, der viele Lichtjahre entfernt ist. Und das ohne schützenden Raumanzug. Allein wegen dieser mutigen Schlussszene sollte man bei der Stange bleiben und einer Serie eine Chance geben, die sowohl als Charakterdrama als auch als originelle Science-Fiction ziemlich gut funktioniert.
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Samstag, 28. Mai 2022
Night Sky – umstrittenes Sci-Fi-Highlight von Amazon Studios
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