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Montag, 17. Dezember 2018

Mars – die zweite Staffel ist knallhart öko-politisch

Zwei Jahre hat gedauert, dann legte National Geographic nach und ging mit der zweiten Season der Docu-Sci-Fi Serie on air. Im schnelllebigen Serienmarkt ist dies der Knock-out. Die Quoten stürzten ins Bodenlose. Dabei gehört die Geschichte der ersten menschlichen Mars-Mission zum Besten, was das Serienjahr 2018 zu bieten hat.

Während es in der ersten Staffel um das pure Überleben in einer feindlichen Umgebung ging, ist die Crew um den weiblichen Commander Hana Seung (Jihae Kim) zehn Jahre später ein gutes Stück weitergekommen. Die menschliche Kolonie auf dem Mars hat mit der Siedlung Olympus Town auf dem roten Planeten Fuß gefasst, die Wissenschaftler können sogar ein vergleichsweise normales Leben führen.


Mittwoch, 5. Juli 2017

„Mars“ - visionäre Docufiction von National Geographic

Mit der Miniserie „Mars“ hat „National Geographic“ eine ambitionierte Dokufiction auf die Reise ins Alls geschickt. Im Mittelpunkt steht eine fiktive Landung auf dem Mars im Jahre 2033 – im dokumentarischen Teil wird lebhaft für die Besiedlung des Mars geworben. Eine kontroverse Diskussion lässt „Mars“ nicht zu, die Serie ist parteiisch, aber nicht einseitig. Sie informiert ausgezeichnet über die gewaltigen Probleme eines Menschheitstraums, der längst nicht mehr von allen Erdbewohnern geteilt wird.

Bei Ovid stürzt der übermütige Ikarus ins Meer, während sein Vater Dädalus vor den Gefahren gewarnt hat. Vergeblich.

2033: Nach mehrmonatiger Reise landen sechs Astronauten mit der „Daedalus“ auf dem roten Planeten. Die Probleme beginnen, bevor der erste Mensch seinen Fuß auf den unwirtlichen Planeten gesetzt hat – das Raumschiff verpasst den geplanten Landeplatz um 75 km. Die sechs Crewmitglieder, die in den ersten Monaten nach der Landung noch in ihrem Raumschiff leben sollten, müssen nun das weit entfernte Basislager erreichen. Und sie müssen ihren bei der Landung schwerverletzten Kommandanten Ben Sawyer (Ben Cotton) transportieren. Als der überladene Mars-Rover 16 km vor dem Ziel schlapp macht, muss die 5+1-Crew zu Fuß weiter. Auf einem Planeten, der wie eine Mischung aus Antarktis und Arizona nur tödliche Kälte in endlosen Stein- und Sandwüsten zu bieten hat. Und das rettende Basislager ist eigentlich nur ein Geräteschuppen. Mission Impossible?

Freitag, 23. Juni 2017

Genius: Einstein - National Geographic Channel überzeugt mit guter Serie

„Genius“ ist die erste „scripted series“ des National Geographic Channel, ein fiktionales Biopic, das von einer Ikone der Physik des 20. Jahrhunderts erzählt: Albert Einstein. In der letzten Folge der zehnteiligen Serie wurde enthüllt, um wen es in der zweiten Staffel gehen wird – um Pablo Picasso. Wenn National Geographic weiterhin die Qualität dieses Projekts hochhält, dürfte uns Spannendes bevorstehen. Die Serie kann bei SKY und AMAZON VIDEO gestreamt werden.

Als „Dokutainmant“ kündigte SKY das Renommierprojekt an. Das ist natürlich ziemlicher Blödsinn, denn Dokutainment gehört zu Sendeformaten wie Doku-Soap oder Scripted Reality. Und das sind seichte Geschichtchen, schlimmstenfalls kann man so etwas als Fake Reality bezeichnen, was nicht dadurch besser wird, dass fast 80% der Zuschauer diese Formate für „echt“ halten.

Was in der ersten „Genius“-Staffel echt ist, werden Wissenschaftshistoriker beurteilen können. Die Serie basiert auf Walter Isaacson 2007 erschienenen Buch Einstein: His Life and Universe und wenn man an die über 50.000 Briefe in Einsteins sorgsam gehüteten Nachlass denkt, dürfte auf spätere Biografen noch viel Arbeit warten. Aber Walter Isaacson ist ein renommierter Journalist und Autor, dem man zutrauen darf, dass er einen Schritt in die richtige Richtung gemacht hat. Immerhin hatte der Autor im Jahre 2006 Zugriff auf zuvor unbekannte Dokumente über den Physiker.