Samstag, 25. Dezember 2021

Don’t look up – Weltuntergang an Heilig Abend. Dank Netflix.

Die Nerven muss man haben. Ausgerechnet zeitgleich mit dem Fest der christlichen Liebe und der Hoffnung startete NETFLIX einen Film, in dem die Welt in Schutt und Asche gelegt wird.

Adam McKays gallige Mischung aus Science-Fiction, Katastrophenfilm, Satire und Comedy ist brüllend komisch und tiefschwarz, verzweifelt und pessimistisch. Der Weltuntergang war zu verhindern, aber in „Don’t look up“ erweist sich der Mensch als zu blöde und moralisch zu verkommen, um das Desaster zu verhindern. Was immer NETFLIX am Weihnachtsabend PR-technisch vorhatte – die Wahrheit hat der Streaminganbieter jedenfalls nicht mit Füßen getreten.


Donnerstag, 9. Dezember 2021

Keine Zeit zu sterben (No Time to Die) - James Bond nimmt Abschied

Nur wenige Wochen nach dem Kinostart war der neue „Bond“ bereits bei Amazon Prime Video zu kaufen – für das knapp Zweieinhalbfache einer Kinokarte. Nach „Dune“ sorgte der Streaming-Anbieter für einen weiteren zeitnahen Konsum eines Blockbusters, diesmal 14 Tage vor dem Erscheinungstermin der Bluray plus 4K Ultra HD.
Die Geschichte des Films ist eigentlich Nebensache, die der Hauptfigur nicht. „No Time to Die“ wird Kinogeschichte schreiben – als der Film, in dem der von Daniel Craig gespielte Geheimagent sterben muss. Den Rest wird man schnell vergessen. Da hilft es auch nicht, dass im Abspann versprochen wird, dass Bond bald wieder da ist. Der Markenkern ist unwiderruflich beschädigt.

 

Dienstag, 16. November 2021

TV-Kritik: Die Welt steht still

Nun also, nach fast zwei Jahren Pandemie, das erste Fernsehspiel über Corona. Das ZDF hat sich mit dem 90-minütigen „Die Welt steht still“ aus der Deckung gewagt und eine Geschichte gestrickt, die irgendwo zwischen Corona-Soap und ehrenwerter Bemühung um Authentizität ihren Platz gefunden hat. Nicht schlecht, aber keineswegs überzeugend.
Dass Anno Sauls Drama auf solidem Niveau scheitert, ist aber kein Versagen: zu komplex ist die Materie. Erzählt wird davon, wie alles begann. Aber angesichts der festgefahrenen Fronten in Politik, Wissenschaft und Medien und der nicht unbeträchtlichen Anzahl von Widerspenstigen weiß man fast zwei Jahre später nicht so recht, wo man den Mehrwert des Fernsehspiels um die Ärztin Carolin Mellau finden soll.

Dienstag, 9. November 2021

„Dune“ – Denis Villeneuves Wüstenplanet ist vielversprechend

Wer Frank Herberts Romane nicht kennt, wird nach einem Kinobesuch vielleicht mit dem Lesen beginnen. Wie Millionen Fans zuvor. Leichte Kost ist „Dune“ (Der Wüstenplanet) nie gewesen. Etwas eingängiger ist Denis Villeneuves Neuverfilmung des Kult-Klassikers aus den 1960er-Jahren. Woran seine Vorgänger gescheitert sind, gelingt dem kanadischen Regisseur scheinbar mit leichter Hand – nämlich den Zuschauer mit faszinierenden Bildern und einem entschleunigten Erzähltempo in das Geschehen zu ziehen.
„Dune“ ist ein atmosphärisch dichter und eleganter Blockbuster, der rundum Spaß macht – und neugierig auf mehr. Allerdings gibt es vorerst nur die Hälfte des ersten Romans zu sehen – und der ist eigentlich nur ein 800 Seiten starker Prolog für alles Weitere. Dies dürfte schwer zu bändigen sein. Wenn es gelingt, sehen wir nach Harry Pottter, dem Herrn der Ringe in Zukunft nicht nur Marvel-Filme, sondern auch im Kino- und Serienformat alles über Dune. Jahrzehnte lang...

Dienstag, 12. Oktober 2021

Nomadland - Chloé Zhaos Film entdeckt Nomaden auf vier Rädern

„Nomadland“ erhielt sowohl bei den Oscars 2021 als auch bei den Golden Globe Awards 2021 die Auszeichnungen als Bester Film. Chloé Zhao wurde in beiden Wettbewerben für die Beste Regie in den Adelsrang erhoben. Und Frances McDormand wurde bei den Oscars als Beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. Überhaupt wurde Zhaos dritter Spielfilm mit Preisen zugeschüttet, bei Filmfestspielen von Venedig 2020 gab es den Goldenen Löwen.
Das ist schon eine Menge für einen Film, über den Juliane Liebert in der Süddeutschen ironisch schrieb, dass „eine stoische Hauptfigur widrige Umstände erträgt, die Leute sich weitgehend aus dem Weg gehen, viel in der Natur sind und sonst nichts passiert.“ Die eigentliche Überraschung ist aber nicht, dass eine in den USA lebende chinesische Regisseurin ausgezeichnet wurde, sondern dass ein Independent Movie bei den Oscars die prominente Konkurrenz, etwa Davids Finchers „Mank“, aus dem Rennen warf.

Freitag, 24. September 2021

Black Widow: Bluray-Review des neuen Marvel-Films

Mit einem Solo-Film für Natasha Romanoff erhält die in „Endgame“, dem letzten Avengers-Abenteuer, getötete Assassine ein Prequel mit opulenten Bildern, grandiosen Effekten und einer Geschichte, die Höhen und Tiefen hat.
Gleichzeitig läutet „Black Widow“ eine neue Ära im Marvel Cinematic Universe (MCU) ein – die Phase 4. Regisseurin Cate Shortland („Lore“, 2012) dürfte bislang nur Eingeweihten bekannt gewesen sein. Mit „Black Widow“ liefern die australische Regisseurin und ihr Marvel-erfahrener Drehbuchautor Eric Pearson ordentliche Arbeit ab.

Sonntag, 8. August 2021

High-Flyers - junge Helden für junge Zuschauer

Unsere holländischen Nachbarn sind nicht gerade bekannt dafür, dass sie den europäischen Film- und Serienmarkt mit erfolgreichem Mainstream fluten. Der achtteilige Top Gun-Verschnitt „High-Flyers“ (Hoogvliegers) beweist das Gegenteil: eine erkennbar auf jugendliche Zuschauer zugeschnittene Geschichte wird mit Tempo und viel Spannung erzählt. Die Glaubwürdigkeit besteht nicht jeden Test, aber am Ende gibt es das erhoffte Happy End. Nette Unterhaltung, mehr aber nicht.

Montag, 5. Juli 2021

Mare of Easttown – HBO’s grandiose One-Woman-Show mit Kate Winslet

In der HBO-Miniserie spielt Kate Winslet den Detective Mare Sheehan in einem kleinen Kaff. Easttown liegt in Pennsylvania, es ist ein verschlafenes Nest im Nirgendwo mit vielleicht knapp 10.000 Einwohnern, die alle irgendwie versippt, verschwägert oder sonst wie verwandt sind. Als eine junge Single-Mutter ermordet wird, läuft eine Schockwelle durch die Gemeinde. Kurz zuvor verschwand ein junges Mädchen, Mare konnte den Fall nie lösen. Treibt ein Serientäter sein Unwesen? Aber unter Druck steht die Polizistin auch ohne diesen Fall.
Showrunner Brad Ingelsby hat für die 7-teilige Miniserie alle Drehbücher geschrieben. Die Handlung ist verzwickt, der Cast ist groß und der Zuschauer muss schon etwas aufpassen, damit er nicht den Überblick verliert. Zusammengehalten wird die vielschichtige Geschichte von einer (wieder einmal) großartig aufspielenden Kate Winslet, die aus einem konventionellen Crime Plot ein sehenswertes Familiendrama macht, das am Ende wieder im Crime Plot landet. Und das sehr zerstörerisch.

Sonntag, 27. Juni 2021

Bosch Staffel 7 – das Ende ist der Anfang

„Bosch“ gehört auf dem Streaming-Portal von Amazon zu den am höchsten bewerteten Krimiserien. Dass es nun nach sieben Staffeln vorbei sein soll, entpuppte sich allerdings als Halbwahrheit. Vielmehr folgt die aktuelle Staffel einer Entwicklung, die auch in den Romanen von Michael Connelly stattfindet: Bosch quittiert den Polizeidienst und wird danach als Private Eye um Gerechtigkeit kämpfen. Ein Spin-off wurde bereits angekündigt, es wird bei dem Amazon-Ableger IMDb TV zu sehen sein.
In der 7. Staffel kann man nun erfahren, warum das Karriereende der Polizeilegende Harry Bosch unausweichlich ist. Die Geschichte, die nur oberflächlich auf Connellys Roman „The Burning Room“ (2014) basiert, führt Bosch mitten in Verschwörung, an der nicht nur das FBI, sondern auch das Los Angeles Police Department beteiligt ist. Und wieder einmal streicht der Moralist Harry Bosch das Wort „Kompromiss“ aus seinem Vokabelschatz.

Sonntag, 13. Juni 2021

Im Netz der Gewalt (Crown Vic) – ein tiefschwarzer und zynischer Cop Thriller


Joel Souza ist bislang nicht mit spektakulären Filmen aufgefallen. Sein Handwerk als Geschichtenerzähler versteht er aber. Allerdings weiß man nicht so recht, ob es die soghafte Geschichte ist, die einen beim Zuschauen fesselt oder das blanke Entsetzen über die Gewaltexzesse im nächtlichen L.A.
„Crown Vic“ ist der Nickname für ein in den USA legendäres Polizeiauto, in dem zwei Cops in durch eine gewalttätige Nacht fahren und über das Leben als Cop sinnieren. Aber nicht nur jenseits der Windschutzscheibe geht alles den Bach runter. Billige Cop-Action ist das nicht, aber am Ende hätte sich Joel Souza die Botschaft des Films ersparen sollen. Die ist – gelinde gesagt – hässlich.

Freitag, 11. Juni 2021

Der Giftanschlag von Salisbury - gut recherchierte BBC-Miniserie


Unaufdringlich, aber eindringlich: ARTE präsentierte am 10. Juni den englischen TV-Dreiteiler „The Salisbury Poisonings“ in einem Rutsch als Vierteiler. Für BBC-One erzählen die beiden Showrunner Adam Patterson und Declan Lawn die Geschichte nicht als Agententhriller, sondern als Drama, das die Arbeit der lokalen Gesundheitsbehörde in den Mittelpunkt rückt.
Eine kluge Entscheidung, denn die verheerenden Folgen des 2018 erfolgten Giftanschlags auf den ehemaligen russischen Agenten Sergei Skripal und seine Tochter dürften in ihrem Ausmaß wohl nicht jedem Zuschauer bekannt sein. Tatsächlich stand die südenglische Kleinstadt Salisbury am Rand einer Katastrophe. Fast dokumentarisch setzt die Serie die Metapher vom „schleichenden Gift“ in eindringliche Bilder um, die ihren Horror daraus beziehen, dass der Feind unsichtbar bleibt.

Mittwoch, 26. Mai 2021

Army of the Dead - Zack Snyder hat die Zombies wiederentdeckt


Patient X kann zum Untergang der Menschheit führen: er ist ein riesiger Zombie mit besonderen Fähigkeiten. Ein Hochsicherheits-Konvoi der US-Army transportiert ihn von der Area 51 durch die Wüste Nevadas zu einem unbekannten Ziel. Die Soldaten haben aber Pech, denn das einzige Fahrzeug, das sonst noch in dieser Nacht unterwegs ist, ist das Auto eines frisch vermählten Paares. Schlimm: die beiden wollen Sex, während gleichzeitig das Fahrzeug gesteuert werden soll. Noch schlimmer: nach einem frontalen Zusammenstoß entkommt der Riesenzombie aus seinem Käfig, rekrutiert sofort die ersten Mitglieder seiner „Army of the Dead“ und marschiert nach Las Vegas.

Zack Snyders Versuch, für NETFLIX dem zu Tode gerittenen Genre des Zombie-Horrorfilms etwas Neues abzuringen, gelingt nur teilweise. Snyder persifliert das Genre in Grund und Boden und setzt dabei ganz auf den Überwältigungseffekt der schamlosen Übertreibung. Das ist garantiert nicht jedermanns Sache. Was Snyder aber kann: er findet starke Bilder. Visuell ist „Army of the Dead“ ein Hingucker. Und damit sind nicht nur die Kamerabilder gemeint.

Dienstag, 25. Mai 2021

Wahl der Waffen - Alain Corneaus Filmklassiker wurde hervorragend restauriert


Der französische Regisseur Alain Corneau (1943-2010) erreichte nicht die Anerkennung, die Jean-Pierre Melville mit seinen stilprägenden Gangsterfilmen bis heute behielt. Aber Corneaus 1981 entstandener Film „Wahl der Waffen“ blieb dafür einer der letzten seiner Art: ein Genrefilm, der sich 9 Jahre nach Melvilles letztem Film ganz dem Geist des Film noir verschrieb, aber mit der Figur des von Gerard Depardieu gespielten Mickey die Ikonisierung des Gangsters à la Melville dekonstruierte.
Nun hat White Pearls Classics den sorgfältig restaurierten Film auf Bluray und DVD veröffentlicht und präsentiert mit seinem Media Book einen fast vergessenen Klassiker in einer technischen Qualität, die locker dem Vergleich mit aktuellen, digital produzierten Filmen standhält.

Samstag, 22. Mai 2021

The Nevers - HBO-Serie mit Licht und Schatten

Das britische Empire hat es schwer: Es ist das Jahr 1896, als ein Raumschiff über London erscheint und viel Klitzerkram vom Himmel regnet. Danach besitzen viele Frauen plötzlich Superkräfte. Sie heißen von nun an „The Touched“ (Die Berührten), werden von maskierten Vigilanten gejagt und haben auch in der Upper Class einen schweren Stand. 

Frauen, die mehr können als Männer. Das hört sich nach einem feministischen Plot an, ist aber keiner. Auch wenn einige weiße alte Männer abschätzig über Frauen mit Superkräften lästern…

Freitag, 14. Mai 2021

Vergiftete Wahrheit - der Öko-Thriller von Todd Haynes schockiert


Manchmal ist die Wahrheit so hart, dass man sie eigentlich nicht wissen will. Gerade in Corona-Zeiten ist dies keine neue Erkenntnis. Todd Haynes filmische Abrechnung mit dem globalen Chemiegiganten DuPont ist harte Wahrheit - und es folgt ein Schock, wenn man nicht rechtzeitig aus dem Film aussteigt.
Warum? Es gibt technische Innovationen, die in Laboren herangezüchtet werden und bei uns allen als Haushaltsprodukte landen. Die Gefahren erkennt man erst viel später. Und die sind im übelsten Sinne, aber auf eine andere Weise, erfolgreicher als ein Virus, denn „bei uns allen“ ist wörtlich zu verstehen. 97% der Weltbevölkerung haben PFOA im Blut. Vermutlich haben die meisten Haushalte auch eine Teflon-Pfanne in der Küche. Wie beides zusammenhängt, erfährt man in „Vergiftete Wahrheit.“

Montag, 10. Mai 2021

Der Fall Richard Jewell

Clint Eastwoods bislang letzter Film kam bereits Ende 2019 in die amerikanischen Kinos. Dann kam Corona und es dauerte über ein Jahr, bis der „Der Fall Richard Jewell“ die deutschen Streamingportale erreichte und nun auch auf Bluray und DVD erhältlich ist. In wenigen Tagen wird der widerspenstige Moralist Clint Eastwood 91 Jahre alt und er will offenbar nicht aufhören.
„Der Fall Richard Jewell“ basiert auf wahren Begebenheiten. 1996 wurde der Security-Mitarbeiter Richard Jewell drei Tage lang zum nationalen Helden, nachdem er während der Olympischen Spiele in Atlanta in einem Park einen verdächtigen Rucksack entdeckte, in dem eine Bombe tickte. Durch sein entschlossenes Handeln rettete Jewell vielen Menschen das Leben. Dann begannen die Medien und das FBI mit einer Treibjagd. Aus dem Helden wurde ein Täter.

Samstag, 24. April 2021

#allesdichtmachen - Professor Dr. Dr. Boerne und die Querdenker

„Professor Dr. Dr. Karl-Friedrich Boerne“ ist ein hochintelligenter, aber schwer narzisstischer Gerichtsmediziner. Eingenordet wird diese fiktive Figur im Münsteraner „Tatort“ von seinem Buddy, dem bodenständigen Kriminalhauptkommissar Frank Thiel. Aber als Team lösen beide die kniffligsten Kriminalfälle. Nicht zuletzt auch, weil der arrogante Boerne eben auch ein extrem kompetenter Mediziner ist. Jan Josef Liefers und Axel Prahl schauspielern dieses Erfolgsgespann seit 2002 und werden für ihre scharfzüngigen Duelle von Millionen Fans geliebt.
Krimi, Slapstick oder Klamauk? Egal. Im wahren Leben hätte Jan Josef Liefers aber einen guten Freund wie Frank Thiel dringend benötigt. Der hätte ihm – womöglich sehr ruppig – erklärt, dass man besser die Finger von einer Aktion wie #allesdichtmachen lässt. Zu windig, zu wenig durchdacht, zu nah dran an der „Querdenker“-Szene. Doch Thiel war nicht da, als Liefers allen Ernstes vor der Kamera das Standard-Narrativ der Querdenker herunterbetete. Nämlich, dass alle Medien in Corona-Zeiten gleichgeschaltet sind. In Gottes Namen, von wem eigentlich?

Samstag, 3. April 2021

Clara (A Billion Stars – Im Universum ist man nicht allein)

Akash Sherman ist zweifellos ein Talent. Der kanadische Autor und Filmemacher heimste bereits als 16-Jähriger seinen ersten Festivalpreis ein. 2011 wurde sein Kurzfilm „For them, for You“ beim Future of Cinema Film Festival in Michigan mit zwei Preisen ausgezeichnet.
Dass Sherman sich im Science-Fiction-Genre gut aufgehoben fühlt, zeigte vier Jahre später sein erster Film „The Rocket List“. Der erzählt von einer Handvoll Jugendlicher, die angesichts des bevorstehenden Weltuntergangs wichtige Artefakte der menschlichen Kultur in einer Zeitkapsel bewahren wollen. Das 2018 produzierte Drama „Clara“ besteht aus viel Science, am Ende aus noch mehr Fiction und kann mittlerweile gestreamt werden. Es lohnt sich, aber mit Einschränkungen.

Sonntag, 7. März 2021

Greenland

Dem neuen Film von Gerard Butler war in den Kinos nur eine kurze Zeit vergönnt. In den USA wurde der Kinostart mehrfach verschoben. Am Ende sorgte die Corona-Pandemie dafür, dass „Greenland“ per Video on Demand vermarktet wird. In Deutschland ist er bei mehreren Streaming-Anbietern zu sehen.
Erzählt wird die Geschichte einer Familie, die versucht, vor dem Einschlag eines riesigen Meteors eine unterirdische Bunkeranlage in Grönland zu erreichen, die von der US-Regierung für den Fall eines globalen Massensterbens gebaut wurde. „Greenland“ ist kein herkömmlicher Katastrophenfilm, sondern ein emotionales Familiendrama, das über weite Strecken sehenswert ist. Auch wegen Gerard Butler und Morena Baccarin, die ihre Rollen sehr glaubwürdig spielen.

Donnerstag, 18. Februar 2021

George A. Romeros „Dawn of the Dead“ in 4 K – und das auch noch legal!

Ist “Dawn of the Dead” Trash, der verboten und beschlagnahmt werden muss? Zumindest in Deutschland lautete die Antwort: Ja! Jahrzehntelang war George A. Romeros Kultklassiker über wandelnde Tote auf dem Index. Erst 2019 wurde die Indizierung aufgehoben, was natürlich das miese Geschäft mit verstümmelten Bootleg-Versionen auf der Stelle zerstörte. Gut so.
Nun hat Koch Media Home Entertainment Romeros Meisterwerk gleich in mehreren Editionen remastered auf den Markt gebracht, darunter auch eine deutschsynchronisierte native 4 K-Fassung des Argento-Cuts. Im Folgenden gehe ich nicht nur auf die Bedeutung des Films ein, sondern auch auf die Special Edition, die den Romero-Fans alle relevanten Schnittversionen des Films anbietet.

Freitag, 12. Februar 2021

Neues aus der Welt - Spätwestern mit Tom Hanks und Helena Zengel


Die einleitende Idee ist originell, die Geschichte ist es nicht. Das macht aber nichts, denn gute Geschichten kann man immer erzählen. Bloß sieht sie momentan nicht im Kino, sondern bei Netflix.
Mit seinem Spät-Western „Neues aus der Welt“ ist Paul Greengrass ein Glücksgriff gelungen. Denn in dem Film stimmt alles: die melancholische Geschichte eines Mannes, dem 1870 sein Homecoming nach dem Amerikanischen Bürgerkrieg erst noch gelingen muss. Die wunderschönen Bilder von Dariusz Wolski, eine naturgewaltige Nebendarstellerin und ein Happy End, das man bei einem Film mit Tom Hanks zwar erwartet, das zum Glück aber glaubhaft ist, weil das Melodramatische den Realismus der Geschichte nicht aushebelt.

Dienstag, 2. Februar 2021

Das Damengambit – Netflix-Serie macht Schach wieder populär

Dass eine Serie über Schach zum Streaming-Hit wird, war Ende Oktober nicht absehbar. Einige Monate später ist „The Queen’s Gambit“ (Das Damengambit) die meistgesehene Serie bei NETFLIX. Und in den Kaufhäusern sind Schachspiele ausverkauft. 
Doch was fasziniert die Zuschauer eigentlich? Die heimliche Liebe zum Schach? Eher nicht. Viele enthusiastische Fans der siebenteiligen Serie werden nicht einmal wissen, wie die Figuren gezogen werden. Dann
fasziniert doch wohl eher das von Anya Taylor-Joy brillant gespielte drogenabhängige Schachgenie, das von Erfolg zu Erfolg eilt, ohne sein destruktives Ego aus eigener Kraft in den Griff zu bekommen. 


Samstag, 30. Januar 2021

Die Ausgrabung (The Dig) – eine sehenswerte Meditation über die Unvergänglichkeit

Mit „The Dig“ hat Netflix die Rechte an einem Stück Kinokunst von BBC Films übernommen, ein Film, der in jeder Hinsicht kein Mainstream ist: zu leise, zu wenig Handlung, eher ein Meditation über Leben und Tod und die Unvergänglichkeit.
Eine kluge Entscheidung, denn Regisseur Simon Stone erzählt in seinem zweiten Spielfilm nicht nur davon, wie kurz vor dem Beginn der Zweiten Weltkriegs im englischen Suffolk die vielleicht wichtigste archäologische Entdeckung aller Zeiten möglich wurde. Sondern auch davon, wie Menschen ihrem Handeln einen Sinn geben, während man eigentlich das Gegenteil erwartet.

Samstag, 9. Januar 2021

Feinde – dem ethischen Diskurs der ARD fehlte die Substanz

Das von der ARD angekündigte zweiteilige TV-Experiment wollte eine Debatte entfachen und die Zuschauer zum Mitdenken motivieren. Ein Perspektivwechsel sollte in „Feinde“ einen brisanten Entführungsfall von zwei Seiten beleuchten, doch die beabsichtigte Dialektik scheiterte weniger an der ethischen Fragestellung, sondern an der mangelnden dramaturgischen Substanz.

Stattdessen entzog sich Ferdinand von Schirachs Geschichte der Konstellation eines bekannten Falls, der Entführung von Jakob von Metzler, um die Geschichte so hinzubiegen, dass sie zur Botschaft des Erzählers passte.

Donnerstag, 24. Dezember 2020

The Midnight Sky - ein düsteres Weihnachtsgeschenk von NETFLIX

Es gibt einige Filme, die man sich zu Weihnachten eigentlich nicht anschauen will. Alle Menschen sind tot. Die wenigen Überlebenden werden es bald sein. Und ein alter sterbender Mann unternimmt alles, um ein letztes Gespräch mit seiner Tochter zu führen, die mit einem Raumschiff von einer Jupiter-Mission zurückkehrt.
Selten war eine Dystopie unspektakulärer. Dafür ist sie ehrlich. „The Midnight Sky“ ist sicher nicht George Clooneys eindrucksvollster Film, aber sein konsequenter Minimalismus und der völlig Verzicht auf ein tröstendes Ende lassen eine existenzielle Skepsis spüren, die am Ende ohne eine sedierende Botschaft auskommt. Ein überraschend düsteres Weihnachtsgeschenk von Netflix.

Montag, 21. Dezember 2020

Tenet – Christopher Nolans Mission Impossible


Er hat es wieder getan. In seinem neuen Film „Tenet“ wirft Christopher Nolan erneut die Naturgesetze über Bord. Glauben Sie, dass eine Tasse, die von einem Tisch auf den Boden gefallen ist, sich wieder zusammensetzen kann, indem sich ihre zerborstenen Teile wieder zusammenfügen und sie zurück auf den Tisch fliegt?
Wohl nicht, auch Christopher Nolan dürfte nicht ernsthaft daran glauben, möchte aber dem Zuschauer zeigen, wie eine Welt aussieht, in der dies geschieht. Das Ergebnis ist ein Film, der einen beim Zuschauen nicht im Geringsten berührt. Egal, in welche Richtung der Zeitpfeil sich richtet: „Tenet“ ist Zeitverschwendung.

Samstag, 12. Dezember 2020

Mank - David Finchers Film hält sich nicht immer an die Fakten

Nach Alfonso Cuaróns „Roma“ präsentiert Netflix mit „Mank“ exklusiv einen weiteren Kunstfilm der Extraklasse und unterstreicht damit seine Ambitionen, erlesenen Meisterwerken einen Platz im Pantheon der großen Filmemacher zu verschaffen.
Wow, dieser Teaser liest sich wie Werbung. Ist es aber nicht. Fincher liefert zwar ein genaues Bild des Studiosystems Hollywoods in den 1930er Jahren ab, erzählt dabei aus seiner Sicht, wie 1940 das Drehbuch für Orson Welles „Citizen Kane“ entstanden ist und demontiert ziemlich lässig Filmmogule wie Louis B. Mayer, den Studioboss von MGM. Aber „Mank“ - visuell zweifellos ein Meisterwerk - gerät als Period Drama auf die schiefe Bahn. Fincher schreibt einen Teil der Geschichte und ihrer Geschichten nämlich neu, um seine eigene Botschaft verkünden zu können.
„Mank“ soll eine Eloge auf die Drehbuchautoren sein, ist aber ausgerechnet dort nicht historisch korrekt, wo es um die Titelfigur geht – den Drehbuchautoren Herman J. Mankiewicz.

Samstag, 28. November 2020

The Walking Dead – World Beyond – ein lupenreiner Flop

Es möge keiner sagen, dass das Sujet einer Zombie-Apokalypse per se auserzählt ist. Sowas haben Kritiker bereits vor Jahrzehnten von den Western behauptet, doch aller Unkenrufe zum Trotz hält sich das Genre. Es gibt sogar sehenswerte Westernserien wie „Godless“.
Tatsächlich hängt alles von der Qualität einer Erzählung ab. Ist die Story gut, dann ist die Serie gut. Eine einfache Formel. Wie man eine Geschichte richtig vor die Wand fährt, gehört dagegen in jedes Filmseminar. Damit die Macher von morgen etwas lernen. „World Beyond“ ist idealer Lehrstoff.

Freitag, 27. November 2020

Luther – Season 5 - die neue Staffel ist ein Blutbad


ZDFneo erledigte seinen Job mit äußerster Konsequenz: die fünfte und vorerst letzte Staffel der beliebten Cop-Serie wurde mitten in der Nacht versendet und gleichzeitig in der Mediathek geparkt. Eine Serie, die zuvor in Deutschland mehr als nur eine kleine Fangemeinde erreichte.
Bei der Erstausstrahlung auf BBC One pulverisierte „Luther“ vor zwei Jahren alle vorherigen Quoten und erreichte knapp 10 Mio. Zuschauer. In Deutschland musste man zwei Jahre warten und sicher hätte man zumindest auch dank der Fans von Idris Elba überdurchschnittliche Quoten erreichen können. Herausfinden wird man das nun nicht mehr.

Mittwoch, 11. November 2020

Motherless Brooklyn - gelungener Noir-Film von Edward Norton

Ein neues „Chinatown“ sei der Film von Edward Norton nicht, schrieb ein deutscher Kritiker. Das sollte er auch nicht werden. Der Verfilmung des gleichnamigen Erfolgsromans von Jonathan Letham fehlt der eisige Zynismus der Hauptfigur in Roman Polanskis Noir-Klassiker.
Norton hat in seiner zweiten Regiearbeit auch die Hauptrolle übernommen und spielt das Privat Eye stattdessen als zerbrechliche Person, die sich mit einem Tourette-Syndrom herumschlagen muss. Wer Geduld mitbringt, wird mit einem außergewöhnlichen Film belohnt.

Freitag, 16. Oktober 2020

Les Misérables (Die Wütenden) - Gewalt in den Banlieues

Ladj Ly hat keine Filmhochschule besucht. Der farbige Regisseur ist in den Banlieues nahe Paris aufgewachsen, er ist Autodidakt und seine große Liebe ist die Kamera. Mit seiner ersten Regiearbeit erzielte er nicht nur den Durchbruch, sondern wurde über Nacht zum Shooting-Star der französischen Filmszene.
Der Film beginnt mit Bildern des Triumphes: auf den Straßen feiern die Menschen den Sieg der französischen Fußballmannschaft bei der WM 2018. Ladj Ly hat diese Bilder spontan eingefangen, er ist einfach mit der Kamera losgezogen. Das Material hat er im Prolog seines Films verwendet, man sieht überwiegend glückliche schwarze Kids. Aber die Gemeinschaft ist trügerisch: „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit scheint es nur noch im Fußball zu geben. Für die Dauer eines Spiels“, interpretiert Ly die Bilder. Danach beginnt ein Film, der mit dieser Illusion endgültig aufräumen will.

Samstag, 10. Oktober 2020

Pandemie

Trash kann beglückend sein. Man gönnt sich ja sonst nichts, brabbelt man vor sich hin, obwohl Verzicht in unserer hedonistischen Spaßgesellschaft nur selten der Fall ist. Auch nicht in einer Krise, die man sich sorgenbefreit wegphantasiert, mit Argumenten, die von Köchen und Schlagersängern geliefert werden.
In diesen Zeiten könnte also ein Film, der so richtig abledert in Sachen Pandemie, richtig befreiend wirken, wenn die Macher ein Szenario ausbreiten, in dem das maximale Grauen herrscht. Das geschieht in „Pandemie“ (The Flu), einem Katastrophenfilm des südkoreanischen Regisseurs Kim Sung-su. Aber das Vergnügen am Trash lässt schnell nach, denn „Pandemie“ verbreitet epischen Wahnsinn.

Donnerstag, 8. Oktober 2020

Devs - eine Serie am Rande des Machbaren

Alex Garlands Sci-Fi-Serie „Devs“ wurde im deutschsprachigen Raum von den Kritikern erstaunlich einhellig gehypt. Schnell machte das verdächtige Prädikat „Beste Sci-Fi-Serie aller Zeiten“ die Runde, so als hätte es – qualitativ betrachtet - monolithische Serien wie „Battleship Galactica“ oder den komplexen Star Trek-Kosmos nie gegeben.

Ein Teil der Faszination der Serie war einem Thema zu verdanken, das die Philosophie seit Jahrhunderten und die Physik spätestens seit Einstein zu komplexen Debatten angeregt hat: es geht um den Determinismus. „Devs“ geriet dabei mit einer simplen Vereinfachung der komplexen Zusammenhänge schnell auf die falsche Spur, auch wenn die Serie von den metaphysischen sozialen Konsequenzen des Determinismus recht ordentlich erzählt.

Montag, 5. Oktober 2020

The Walking Dead: World Beyond

Noch ein Spin-off. Während die Mutterserie nach der nächsten Staffel beendet wird, sollen weitere Ableger auch in Zukunft dafür sorgen, dass die Untoten im TWD-Serienkosmos ihr Unwesen treiben können. Fans und erst recht Aussteiger fragen sich, ob das sein muss. 

Die Antwort ist einfach.

Montag, 28. September 2020

21 Bridges

Eigentlich ist „21 Bridges“ ein Zombiefilm – man hat den Plot zu oft oder so ähnlich gesehen. Nun sieht man die Darsteller als Verkörperung von unzähligen Genrevorbilder wie Untote durch die Handlung stapfen. Nach knapp der Hälfte der Zeit hat man prompt alle Geheimnisse entschlüsselt und weiß auch, wer der Hauptschurke ist. 

Warum dieser 08/15-Copfilm dann doch einigermaßen sehenswert ist, ist eine andere Geschichte. Und die hat viel mit dem Hauptdarsteller zu tun, denn in Brian Kirks Film sehen wir Chadwick Boseman in einer seiner letzten Rollen. Retten kann er den visuell sehr starken Film aber nicht, auch wenn es spannend ist zu sehen, wie schön man schlechte Drehbücher abfilmen kann.

Sonntag, 6. September 2020

Away - Netflix-Serie zwischen Soap und Science-Fiction

Vertrauen, Loyalität und Freundschaft sind der Kleister, der nicht nur in einem Raumschiff auf dem Weg zum Mars vonnöten ist, sondern auch auf dem Blauen Planeten, wo die Familien der Raumfahrer ihre ziemlich irdischen Probleme bewältigen müssen. „Away“ erzählt davon, aber auch davon, dass man ein Raumschiff nicht einfach wenden kann, um wieder nach Hause zu düsen. 
 
Die Netflix-Serie bemüht sich nicht einmal darum, auf Stereotypien zu verzichten, bringt alles aber so nett rüber, dass ein richtig nettes Stück Familienunterhaltung entstanden ist. Das liegt an einem fabelhaften Cast, angeführt von der Oscar- und Golden Globe-Gewinnerin Hilary Swank in Bestform.

Freitag, 31. Juli 2020

The Collapse

Was würde mit unserer Gesellschaft passieren, wenn das globale System morgen zusammenbrechen würde? Die achtteilige französische Miniserie „The Collapse“ beantwortet diese Frage mit gnadenloser Konsequenz. 
Ohne die Technologien der modernen westlichen Industriegesellschaften sind die Menschen dem Untergang geweiht.
Erst zerfallen die technischen, dann die ökonomischen Strukturen und fast gleichzeitig auch die moralischen. Die Stationen des Zerfalls werden in „The Collapse“ parabelhaft erzählt, die Episoden sind aber trotz oder vielleicht auch wegen ihrer analytischen Schärfe außergewöhnlich spannend erzählte Geschichten.

Samstag, 25. Juli 2020

Sløborn – Die ZDFneo-Serie hätte gelingen können

Es war nicht beabsichtigt, aber nun ist die ZDF-Serie „Sløborn“ tatsächlich der erste Corona-Film geworden, obwohl das SARS-CoV-2-Virus gar nicht in der achteiligen Serie vorkommt.
Dafür wütet global und auch auf der Nordseeinsel Sløborn die Taubengrippe. Die Menschen sterben nicht diskret auf Intensivstationen, sondern aus Augen und Nase blutend vor aller Augen. „Sløborn“ ist also nicht zimperlich, hat viele gute und präzise beobachtete Momente, stellt sich am Ende aber durch stereotype Genremuster und ein fragwürdiges politisches Statement ins Abseits.

Sonntag, 21. Juni 2020

The Vast of Night (Die Weite der Nacht)


„The Vast of Night“ ist ein Independent-Film, den niemand zeigen wollte. Erst beim Slamdance Film Festival 2019 konnte Andrew Patterson seinen Debütfilm zeigen. Steven Soderbergh, der auf dem Festival seinen mit dem iPhone gedrehten Film High Flying Bird vorstellte, war hingerissen. Doch erst, als Amazon Pattersons Sci-Fi-Geschichte ins Programm aufgenommen hatte, was sicher, dass diese kleine Perle des Genrekinos nicht in einem schwarzen Loch verschwinden würde.

Donnerstag, 18. Juni 2020

Essay über Sam Peckinpahs „Bring mir den Kopf von Alfredo Garcia“

Vor 36 Jahren starb Sam Peckinpah. Der US-Regisseur blieb bis zu seinem Tod im Jahr 1984 ein Außenseiter im Filmbusiness. Peckinpah war kritisch, rebellisch, eigensinnig. Einige seiner Filme waren blutig, die Gründe dafür nicht immer auf Anhieb nachvollziehbar.
Peckinpah leitete die Ära des Spätwestern ein, veränderte aber auch die Bildsprache des Genres. Vor zwei Jahren erschien eines seiner Spätwerke auf Bluray: „Bring mir den Kopf von Alfredo Garcia“ – eine Mischung aus Roadmovie und Spätwestern. Auch diese Verschmelzung zweier Genres soll der Regisseur erfunden haben. Grund genug, sich „Bring mir den Kopf von Alfredo Garcia“ noch einmal anzuschauen und darüber nachzudenken, was wir von Sam Peckinpah lernen können.